Tiergruppen

Erfassungsmethoden / Tiergruppen

Reptilien

Ringelnattern
  • Sondierung von potenziell geeigneten Lebensräumen
  • Qualitative Erfassung durch mehrere Begehung der Flächen zu geeigneten Tageszeiten und Witterungen
  • Intensivere (semiquantitative) Erhebungen durch Ausbringen von so genannten „Schlangenblechen“ mit wöchentlicher Kontrolle
Erfassungszeitraum: April – September (Kontrolle der Jungtiere)

 

Amphibien

Semiquantitative Übersichtsuntersuchung der Frühlaicher (z. B. Grasfrosch)
  • durch Zählung der Laichprodukte im zeitigen Frühjahr
  • Prüfung des Reproduktionserfolges einige Wochen später
Erfassungszeitraum: März - April

 

Semiquantitative Übersichtsuntersuchung der Spätlaicher mittels
  • Käschern (vor allem bei Molchen)
  • Ausleuchten der Uferbereiche bei Nacht
  • Verhören der rufenden Männchen bei Nacht (z. B. Laubfrosch)
  • Ausbringen von Reusen (z. B. beim schwer erfassbaren Kammmolch)
Erfassungszeitraum: April – Juli (bzw. August, falls Reproduktionsnachweis vom Kammmolch erforderlich)

 

Tagfalter

Feuerfalter
  • Artbestimmung durch Sicht - bei schwer zu bestimmenden Arten Käscherfang
  • bei manchen Arten Suche nach Eiern (z. B. Lungenenzian-Ameisenbäuling)
Erfassungszeitraum: Mai – August (aufgrund der unterschiedlichen Flugzeiten der n)

 

Heuschrecken

Brauner Grashüpfer
  • Artbestimmung durch Sicht und Verhören der artspezifischen Gesänge
Erfassungszeitraum: Mai/Juni (wg. Gesang der in Bayern gefährdeten Feldgrille) und August - September

 

Libellen

Prachtlibelle
  • Artbestimmung durch Sicht der fliegenden Imagines
  • bei schwerer bestimmbaren Arten kurzfristiger Fang mit Netz
  • Bestimmung der Larven (falls intensivere Untersuchung erforderlich)

 

Strukturkartierung

Strukturvielfalt ist Artenvielfalt
  • Beschreibung der einzelnen Untersuchungsflächen
  • Beschreibung und Bewertung der vorhandenen artspezifischen Habitatstrukturen

Es wird häufig übersehen, dass Tiere i. d. R. kaum an bestimme Pflanzenarten gebunden sind (mit Ausnahme bestimmter Schmetterlingsarten). Weitaus wichtiger für das Vorkommen anspruchsvollerer Arten sind gewisse mikroklimatische Bedingungen und strukturelle Ausprägungen wie z. B. Exposition, Besonnung, Halbschatten, Bodenfeuchte, Dichte und Wuchshöhe der Vegetation, Uferbeschaffenheit u. ä.